Klimarisiken: Vom Reporting zur Umsetzung von Adaptionsmassnahmen am Gebäude
Der Klimawandel verändert die Anforderungen an Immobilieneigentümer grundlegend. Standortbasierte Risikoanalysen reichen oft nicht aus, um konkrete Massnahmen auf Gebäudeebene abzuleiten. Entscheidend ist ein präzises Verständnis von Klimarisiken auf Liegenschafts und Bauteilebene, insbesondere im Kontext grosser Portfolios.
Hitzeperioden, Extremwetter und regulatorische Anforderungen, etwa im Rahmen der Finanzberichterstattung, machen es notwendig, Klimarisiken räumlich präzise zu verstehen.
Herkömmliche Klimarisikoanalysen operieren hauptsächlich auf Basis von Standort und Gefahrenkarten. Das reicht, um ein Portfolio-Risikoprofil zu erstellen, aber nicht, um konkrete Massnahmen an einem Gebäude abzuleiten. Dafür braucht es ein detailliertes Verständnis jeder einzelnen Liegenschaft – automatisiert und skalierbar über das gesamte Portfolio hinweg. NORM schliesst genau diese Lücke.
Flächendeckende & Gebäudespezifische Portfolioanalysen
Gebäude unterscheiden sich stark in ihrer Vulnerabilität für Naturgefahren und Klimarisiken. Wir analysieren exponierte Bauteile, um die Verwundbarkeit einzelner Gebäude automatisiert, aber präzise zu bewerten. So lassen sich gezielte Massnahmen ableiten, die wirklich Wirkung zeigen. Automatisiert und schweizweit. Wie das konkret funktioniert, zeigen die folgenden Möglichkeiten.
- Hitzeexposition: Mit unserer eigens entwickelten Methode können wir die Hitzeexposition und den Handlungsspielraum für jedes Grundstück detailliert berechnen.
- Exponierte Bauteile: Unsere Modelle detektieren flächendeckend und mit hoher Genauigkeit vulnerabilitätsrelevante Bauteile. Dazu zählen Dachmaterialien, Dachfenster, Oberlichter, Solarthermieanlagen, Fassadenflächen und Fensteranteile.
- Vulnerabilitäts-Indices: Wir zeigen, welche Gebäude gegenüber Gefährdungen wie Hagel besonders vulnerabel sind. Zudem wird ersichtlich, welchen Einfluss einzelne Bauteile haben, etwa welche Dachflächen betroffen sind und welche Materialien dort verbaut wurden.

Detaillierte Sicht auf Gebäudeebene
Ergänzend zur Portfolioanalyse kann NORM für jede Liegenschaft einen digitalen Gebäudezwilling in 3D erstellen. Dieses Modell bildet die tatsächliche Gebäudegeometrie ab, von der Dachlandschaft über die Fassadenflächen bis zu einzelnen Bauteilen wie Fenstern, Oberlichtern oder Solaranlagen. Dies ermöglicht die Kopplung mit detaillierten Gefahrenmodellen, und macht sichtbar, welche Gebäudeteile gegenüber welchen Gefahren konkret exponiert sind. Dies bildet die Grundlage für gezielte, kosteneffiziente Klimaanpassung.
Ein konkretes Beispiel: Bei Starkregen zeigt das Modell, wo Oberflächenabfluss auf das Gebäude trifft, etwa über Fenster, Lichtschächte oder Zugänge zu Technikräumen und Tiefgaragen. So lassen sich kritische Schwachstellen identifizieren, bevor ein Schaden entsteht.

Das Gebäudemodell ist dabei nicht nur für die Klimarisikoanalyse und das Definieren von Anpassungsmassnahmen relevant. Auch für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach SIA 180, eine zentrale Anforderung bei Zertifizierungen wie SNBS, Minergie-Eco oder Minergie-P, kann so effizient erstellt werden.
Fazit: Von der Analyse zur Handlung
Ob physische Klimarisiken oder damit verbundenen regulatorische Anforderungen der FINMA, die Herausforderungen für Immobilieneigentümer und Finanzinstitute sind vielschichtig. Für Investoren, Versicherer und öffentliche Institutionen liefert NORM transparente Entscheidungsgrundlagen auf jeder Ebene: von der individuellen Parzelle bis zum Portfolio. Dabei betrachten wir nicht nur traditionelle Klimarisiken wie Sturm, Hagel oder Überschwemmungen, sondern auch lokale Hitze- und Umweltfaktoren, die bisher oft vernachlässigt wurden. So lassen sich Risiken frühzeitig erkennen, Sanierungen datenbasiert priorisieren und gezielt in Resilienz und Klimaanpassung investieren.
Möchten Sie wissen, wie Ihr Portfolio aufgestellt ist? Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstanalyse.
