SNBS-Bestand und Betrieb: Wie NORM Bewertung und Gebäudedigitalisierung verbindet
Am 9. April 2026 wird der neue Standard «SNBS-Bestand und Betrieb» offiziell lanciert. Für Eigentümer und Portfoliomanager ist das ein wichtiger Schritt: Nachhaltigkeit im Bestand wird erstmals systematisch bewertbar. NORM verbindet diese Bewertung mit der strukturierten Digitalisierung von Gebäuden und schafft damit eine Grundlage für bessere Portfolioentscheidungen.
Ein neuer Standard für den Bestand
Die Schweizer Immobilienwirtschaft kennt den «Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz» (SNBS) seit Jahren als wichtige Referenz für Neubauten. Was bisher fehlte, war ein gleichwertiges Instrument für bestehende Gebäude. Diese Lücke wird nun geschlossen.
Der neue SNBS-Bestand und Betrieb wurde vom Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz (NNBS) entwickelt und in einer breiten Pilotphase erprobt. Er übernimmt Struktur und Logik des bewährten SNBS-Hochbau, richtet die Anforderungen aber gezielt auf bestehende Liegenschaften und deren Betrieb aus.
Warum das jetzt relevant wird
Für institutionelle Eigentümer, Portfoliomanager und Nachhaltigkeitsverantwortliche steigt der Druck auf mehreren Ebenen: Regulatorische Anforderungen wie das CO₂-Gesetz verschärfen sich, und Investoren fordern Transparenz über den Nachhaltigkeitsstatus ihrer Bestände.
Der SNBS-Bestand schafft dafür erstmals einen standardisierten Bewertungsrahmen. Gerade in Portfolios mit vielen Liegenschaften wird er damit zu einem wichtigen Instrument für Vergleichbarkeit und strategische Entscheidungen.
Was bewertet der SNBS-Bestand?
Im Unterschied zum SNBS-Hochbau, der den Planungs- und Bauprozess begleitet, bewertet der SNBS-Bestand den aktuellen Zustand einer Liegenschaft. Er betrachtet die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit gleichwertig:
Gesellschaft: Wie nutzerfreundlich, zugänglich und gesund ist das Gebäude?
Wirtschaft: Wie wirtschaftlich sind Betrieb, Investitionen und Werterhalt?
Umwelt: Wie energieeffizient ist das Gebäude, wie hoch sind die CO₂-Emissionen und wie ressourcenschonend ist es?
Der SNBS-Bestand ist damit kein reines Label mit Punkten, sondern ein Instrument, um Stärken, Schwächen und Handlungsbedarf im Bestand systematisch sichtbar zu machen.
Wie NORM den SNBS-Bestand und Betrieb umsetzt
Von der Bewertung zur Datengrundlage
Der SNBS-Bestand schafft Transparenz über den aktuellen Zustand einer Liegenschaft. NORM geht einen Schritt weiter: Wir führen die Bewertung nicht als isolierte Einzelanalyse durch, sondern als strukturierten Erfassungs- und Digitalisierungsprozess.
Strukturiert erfassen statt isoliert berichten
Eine NORM Bestandsaufnahme, erfasst die relevanten Informationen zu Bauteilen, Anlagen, Flächen und Zuständen systematisch und führt sie in eine konsistente digitale Gebäudedatenbasis über. Eine SNBS-Bestands Bewertung basiert immer auf der Grundlage dieser Daten. Zusätzlich entsteht ein auditierbarer digitaler Gebäudezwilling im NORM Explorer, der zentralen Plattform für technische Gebäude- und Nachhaltigkeitsdaten. Die Daten stehen dort nicht nur strukturiert zur Verfügung, sondern können bei Bedarf auch in andere Systeme exportiert und dort weiterverwendet werden.
Nutzbar für Folgeanalysen und -services
Der entscheidende Unterschied: Die erhobenen Daten verschwinden nach dem Assessment nicht im PDF, sondern bleiben als wiederverwendbare Grundlage erhalten, etwa für CAPEX-Planung, Absenkpfade und Nachhaltigkeitsreportings. Gleichzeitig lassen sich weitere Services wie GEAK Plus, Zustandsanalysen oder Flächenklassifizierungen auf derselben Datengrundlage effizienter und konsistenter durchführen.
Verschiedene Einstiege, eine wachsende Datenbasis
Dasselbe Prinzip gilt auch umgekehrt: Ob ein Kunde mit einer SNBS-Bestand-Bewertung, einem GEAK Plus oder einer Zustandsanalyse startet, NORM baut jedes Mandat auf derselben strukturierten Datengrundlage auf und entwickelt diese mit jedem weiteren Auftrag weiter.
Kurz gesagt: Strukturierte Daten machen Folgedienstleistungen und -analysen schneller, günstiger und besser.
Interesse an einer Demo?
Der SNBS-Bestand ist mehr als ein neuer Standard. Richtig umgesetzt, wird er zum Einstieg in eine belastbare Gebäudedatenbasis für Portfolio-Steuerung, Investitionsplanung und Reporting.
Wenn Sie sehen möchten, wie NORM diesen Ansatz konkret umsetzt, freut sich Alex Zimmermann auf den Austausch.
